Es ist jedes Mal das Gleiche,
kurz bevor ich jenen Zustand.
Der mich zwischen Traum und Halbschlaf,
lähmt und trunken macht, erreiche.
Hab ich tausende Ideen,
aber nochmals aufzustehen.
Um sie zu Papier zu bringen,
dazu kann ich mich nicht zwingen.
Und hab sie infolgedessen,
dann am Morgen stets vergessen.
Ich hab deine Wäsche gewaschen,
irgendwo ganz tief.
In einer deiner Hosentaschen,
steckte wohl ein Brief.
An mich. in tausend stücken,
klebt er jetzt an deinen.
Kleidern und beim Pflücken,
der mikroskopisch kleinen.
Fetzen finde ich,
verschwommen, schwer zu lesen.
Ein „ich verlasse dich.“
das ist es wohl gewesen.
Wäre es denn zu verwegen
mich kurz neben dich zu legen?
Darf ich? Gut. Noch eine Frage:
Dürfte ich dich ganz kurz quälen,
dich aus deinen Kleidern schälen
und…
- wie ich das wohl am besten sage? -
… deine Muttermale zählen?
Denn ich glaube, du hast viele,
und im Grund genommen fiele
das letztendlich ins Gewicht.
Denn – mich hat das auch verwundert –
Meine Ex, die hatte hundert,
fünf alleine im Gesicht.
Und so wurde es nie öd,
denn ich zählte stets wie blöd.